Ratzeburg. Unendliche Weiten. Wir schreiben den 30. August 2025. Viele Kilometer von zu Hause entfernt. Dies ist die Kurzgeschichte dreier Abenteurer mit Gravelbikes auf dem Weg um den Ratzeburger See. Ich treffe mich mit meiner Nichte Aylin und Sascha, ihrem Freund (die coolen Gravelbiker aus Hamburg!), auf dem Campingplatz Buchholz. Nachdem wir eingecheckt und unsere Zelte aufgebaut hatten, radelten wir los zu unserer Tour um den See. Als wir in Ratzeburg zur Mittagszeit ankamen, plagte uns der Hunger, sodass wir einen Fischimbiss ansteuerten, an dem wir draußen bei schönstem Sonnenschein direkt am See genüsslich ein Fischbrötchen verspeisten. An der südlichen Spitze des Küchensees fuhren wir an einer alten Papiermühle und einem Restaurant & Café vorbei, was leider noch geschlossen hatte. Nachdem wir einige steile Höhenmeter hinter uns gebracht hatten, machten wir erst mal Rast auf einer kleinen Wiese mit gemütlichen Liegestühlen aus Holz. Von dort aus hatten wir einen tollen Blick auf den Dom von Ratzeburg. Wo es bergauf geht, geht es bekanntlich auch irgendwann bergab! Und so war es dann auch. Es gab eine wunderbar lange Abfahrt zu unserem nächsten Rastplatz an der nördlichen Spitze des Großen Ratzeburger Sees. Dort machten wir es uns bei einem Kanu-Club bei Kaffee & Kuchen gemütlich. Das meiste der Strecke um den See bzw. der vier Seen (Großer Ratzeburger See, Küchensee, Kleiner Küchensee, Domsee) hatten wir hinter uns. So begaben wir uns auf den letzten Abschnitt entlang des Ufers zurück auf unseren Campingplatz. Nach unserer Ankunft gingen wir noch in dem herrlichen, glasklaren See baden. In einem so klaren See hatten wir alle noch nie gebadet, man konnte, wenn man bis zur Brust im Wasser stand, noch seine Füße sehen!!! Am Abend bereitete Aylin uns noch ein leckeres Nudelgericht zu, was wir nach der 32-Kilometer-Tour hungrig verspeisten. Wir ließen den herrlich sonnigen Tag ausklingen und gingen zufrieden schlafen. Am nächsten Morgen wurden wir unsanft um 5:44 Uhr mit einem lauten „Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Sonnenschein“-Lied aus einem Handy oder Wecker von unseren jungen Zeltnachbarn aus dem Schlaf gerissen. Na, herzlichen Dank auch!!! Zeltwände haben eben wenig bis gar keinen Schallschutz. Als Entschädigung erhielten wir einen wunderschönen Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück packten wir unsere Sachen, da man bis 11 Uhr den Platz räumen musste. Abschließend gingen wir noch zu einem nahen Bauernhof, bei dem man noch etwas im Hofladen einkaufen konnte. Dieses Wochenende hat uns allen sehr viel Spaß bereitet, sodass wir beschlossen, ein weiteres auf Fehmarn mit einer Radfahrt um die Insel zu begehen.